Fördermöglichkeiten
Gewässerentwicklung gemeinsam tragen

Der Freistaat Thüringen unterstützt durch Förderungen in den verschiedenen Handlungsbereichen, die Kommunen und die von ihnen gegründeten Gewässerunterhaltungsverbände (GUV), Zweckverbände und Wasserkraftbetreiber. Die in den Landesprogrammen verankerten Maßnahmen der WRRL sowie der HWRM-RL werden durch Beratung und Investition gefördert.

Veranstaltungen im Rahmen der AKTION FLUSS geben den betroffenen Kommunen bzw. GUV Informationen

  • zu aktuellen und bevorstehenden Aufgaben sowie
  • zu vorhandenen Unterstützungsangeboten des Freistaats.
Förderungen
Unterstützungsangebote

Förderungen

  • Förderrechtliche und fachliche Beratung

Städte und Gemeinden müssen die Investition zur ökologischen Gewässerentwicklung und von Vorhaben zur Verringerung des Hochwasserrisikos nicht allein tragen.

Der Freistaat Thüringen unterstützt die Vorhaben der Thüringer Landesprogramme Gewässerschutz und Hochwasserschutz im Rahmen eines Investitionszuschusses u. a. über die Richtlinie des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) zur Förderung des Hochwasserschutzes und der Fließgewässerentwicklung in Thüringen im Rahmen der AKTION FLUSS – Thüringer Gewässer gemeinsam entwickeln (veröffentlicht im Staatsanzeiger 36/2015). Abhängig vom Fördergegenstand beträgt der Fördersatz für Vorhaben im Thüringer Landesprogramm Gewässerschutz bis zu 85 % und Landesprogramm Hochwasserschutz bis zu 75 %. Vorhaben in kommunaler Gemeinschaftsarbeit genießen zudem einen zusätzlichen Bonus in Höhe von 5 %.

Für die erstmalige Ausstattung und Wahrnehmung von Wasserwehrdiensten gewährt der Freistaat Thüringen Zuwendungen von:

  • max. bis zu 12.500 € – Grundförderung für Gemeinden
  • max. bis zu 25.000 € – für Gemeinden im Risikogebiet mit zu verteidigenden wasserwirtschaftlichen Anlagen von nicht unwesentlicher Größe
  • max. bis zu 50.000 €für Gemeinden im Risikogebiet mit einem zu erwartenden hohen Schadenspotenzial
  • Förderung ausgewählter Maßnahmen der Abwasserentsorgung

Mit der “Richtlinie für die Förderung von ausgewählten Maßnahmen der Abwasserentsorgung im Freistaat” wird die Errichtung/Erweiterung von Abwasseranlagen gefördert. Ziel ist es, den Anschlussgrad im ländlichen Raum zu erhöhen.

Die Fördersätze betragen:
75% für die Errichtung, Erweiterung und Nachrüstung von Kläranlagen und
80% für die Errichtung von Überleitungssammlern, Verbindungssammlern und Pumpwerken

Download: Unterlagen zur Förderung

Mehr Informationen sowie eine förderrechtliche und fachliche Beratung bietet die Thüringer Aufbaubank.

Thüringer Aufbaubank (TAB)

Gorkistraße 9
99084 Erfurt
Tel.: (0361) 7447 0
www.aufbaubank.de

Thüringer Aufbaubank Logo
  • Die Regionalen Gewässerberater

Seit September 2011 unterstützen die Regionalen Gewässerberater die Kommunen und Verbände bei der Umsetzung von Struktur und Durchgängigkeit verbessernden Maßnahmen an Gewässern zweiter Ordnung. Neben der Beratung zu wasserwirtschaftlichen Fragen bieten sie auch Hilfe

  • bei der Erschließung von Finanzierungsquellen,
  • bei der Beantragung von Fördermitteln und
  • der Organisation von entsprechenden Informationsveranstaltungen.
  • und unterstützen Sie auch bei der Klärung z. B. von Fragen des Wasserrechts, bei der Flächensicherung sowie bei der Einbuchung der Vorhaben in Flächenpools und Ökokonten.

Der Zuständigkeitsbereich der nachstehend benannten Regionalen Gewässerberater richtet sich nach den zu bearbeitenden Oberflächenwasserkörpern.

Zuständigkeitsbereiche regionaler Gewässerberater und Landkreisgrenzen

Frau Claudia Schellhardt
Regionale Gewässerberaterin
Nordthüringen und Saale-Orla-Kreis
Tel.: (0361) 7447 162
Claudia.Schellhardt@aufbaubank.de

Herr Daniel Adamus
Regionaler Gewässerberater
Mittel- und Südthüringen
(einschließlich Landkreis Saalfeld-Rudolstadt)
Tel.: (0361) 7447 578
Daniel.Adamus@aufbaubank.de

Zuständigkeitsbereiche regionaler Gewässerberater und Grenzen der Oberflächenwasserkörper

Frau Carolin Pollmeier
Regionale Gewässerberaterin
West- und Südthüringen
Tel.: (0361) 7447 579 Carolin.Pollmeier@aufbaubank.de

Vertretung für das Jahr 2019:
Herr Daniel Adamus
Tel.: (0361) 7447 578 Daniel.Adamus@aufbaubank.de

Herr Tino Möbius
Regionaler Gewässerberater
Ostthüringen
(Weiße Elster, Pleiße-Gebiet, Saale-Holzland-Kreis, Stadt Jena)
Tel.: (0361) 7447 140
Tino.Moebius@aufbaubank.de

Unterstützungsangebote

  • Schulung der gemeindlichen Wasserwehren

Die Gründung von Wasserwehren ist gemäß § 90 Thüringer Wassergesetz den Gemeinden vorgegeben, die erfahrungsgemäß durch Überschwemmungen gefährdet werden. Eindeutiger Hinweis für eine solche Gefährdung ist die Lage der Gemeinde in einem Hochwasserrisikogebiet.

Der Freistaat Thüringen bietet Unterstützungsleistungen Schulungen der gemeindlichen Wasserwehren an. Aufgaben- und Zielstellung der Schulungen sind es, den Einsatz- und Führungskräften der Feuerwehren, den Mitarbeitern der Gemeindeverwaltungen sowie weiteren ehrenamtlichen Helfern Wissen auf dem Gebiet der Gefahrenabwehr bei Hochwasser zu vermitteln. Dies soll durch einen theoretischen und einen praktischen Schulungsteil gewährleistet werden. Der Erfahrungsaustausch der Teilnehmer untereinander spielt dabei eine besondere Rolle.

Die Schulungen werden durch die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA), Landesverband Sachsen-Thüringen organisiert und durchgeführt. Der Eigenanteil der Teilnehmer wird derzeit mit 55 € veranschlagt. Interessenbekundungen sind unter http://www.dwa-st.de/hws_kurse_th.html möglich.

Die “Kommunale Hochwasserabwehr – Handlungsempfehlung” finden Sie im Downloadbereich unter Handreichungen.

Verantwortlich beim DWA-Landesverband Sachsen/Thüringen für die Schulung der gemeindlichen Wasserwehren im Freistaat Thüringen ist

Frau Dipl.-Hydrol. Anke Goerigk
Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft,
Abwasser und Abfall e. V.
Landesverband Sachsen/Thüringen

Niedersedlitzer Platz 13
01259 Dresden
Tel.: (0351) 209 80 384
Fax: (0351) 203 20 26
E-Mail: goerigk@dwa-st.de

Schulung gemeindliche Wasserwehr
  • Zertifizierung von Ingenieuren

Um den Wissens- und Informationstransfer zur Umsetzung der Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstruktur und zur Herstellung der Durchgängigkeit zu fördern und eine Beschleunigung der Maßnahmenplanung und -umsetzung gemäß Wasserrahmenrichtlinie zu erreichen, hat das Land Thüringen mit der Ingenieurkammer Thüringen einen Vertrag zur Zertifizierung von Ingenieuren abgeschlossen. Mit der Zertifizierung der Ingenieure erhalten die Büros eine entsprechende Qualifizierung im Hinblick auf die Thüringer Umsetzungsmethodik.

Die Liste der zertifizierten Ingenieure kann bei der Ingenieurkammer Thüringen angefordert werden.

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